In der aktuellen Klimadebatte rücken die Stimmen der lokalen Führer immer mehr in den Vordergrund. Mehr als 14.000 von ihnen aus Städten, Regionen und Staaten haben sich auf der COP30 in Belém zusammengeschlossen, um nationale Regierungen bei der Bewältigung der Klimakrise zu unterstützen. Diese engagierten Akteure bekräftigen ihr starkes Commitment zum Klimaschutz und präsentieren konkrete Lösungen, die direkt vor Ort anwendbar sind. Angesichts der globalen Klimafolgen, die das Leben und die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen bedrohen, ist es unerlässlich, dass lokale Maßnahmen in die nationale und internationale Agenda integriert werden.
Die lokalen Führer haben ehrgeizige Klimaschutzmaßnahmen für die kommenden 12 Monate und darüber hinaus geplant. Dabei organisieren subnationale Regierungen eigene lokale COPs, um die Gemeinschaften aktiv in den Prozess einzubinden. Sie bieten drei zentrale Vorschläge an die nationalen Regierungen an: Erstens, Unterstützung bei der Erreichung nationaler Klimaziele durch aktive Partnerschaften und die Förderung eines gerechten Übergangs. Zweitens, die Bereitstellung von über 2.500 umsetzbaren lokalen Projekten, um die Klimafinanzierung zu lokalisieren. Drittens, die Förderung einer mehrstufigen Zusammenarbeit, die die Umsetzung und Verantwortlichkeit im COP-Prozess verstärkt.
Die Rolle der Anpassungsplanung
Ein wichtiger Aspekt der Klimapolitik ist der NAP-Prozess (National Adaptation Plan), der 2010 im Rahmen des Cancun Adaptation Framework ins Leben gerufen wurde. Ziel dieses Prozesses ist es, Entwicklungsländer, insbesondere die am wenigsten entwickelten Länder (LDCs), bei der Integration ihrer Anpassungsbedarfe in alle Planungsprozesse zu unterstützen. Diese Integration erfolgt sektorübergreifend und auf allen politischen Ebenen. Das Pariser Klimaschutzabkommen fordert von allen Vertragsstaaten, sich mit Anpassungsplanung und -maßnahmen zu befassen, was den NAP-Prozess für die Umsetzung und Überprüfung der nationalen Klimabeiträge (NDCs) von zentraler Bedeutung macht.
Der NAP-Prozess ist ein umfassender und integrierter nationaler Prozess, der darauf abzielt, die Resilienz gegenüber den Folgen des Klimawandels zu erhöhen und Schäden zu vermeiden. Dabei geht es nicht nur um die Schaffung von Institutionen, sondern auch um die gemeinsame Risikoerkennung und Prioritätensetzung. Viele Länder, insbesondere LDCs, haben bereits Fortschritte bei der Anpassungsplanung erzielt, doch oft fehlt es an den notwendigen Kompetenzen, um den Prozess vollständig umzusetzen. Hierbei ist es wichtig, Innovationspotenziale zu fördern und Positivbeispiele zu schaffen, um die erforderlichen Kompetenzen zu stärken.
Finanzierungsbedarf und Zusammenarbeit
Ein hoher Bedarf an Finanzierung für die Umsetzung der im NAP-Prozess priorisierten Anpassungsmaßnahmen besteht nach wie vor. Das IKI-Portfolio fokussiert sich darauf, Kapazitäten zur Planung, Durchführung und zum Monitoring des NAP-Prozesses zu stärken, während gleichzeitig der ökonomische Nutzen von Anpassungsmaßnahmen nachgewiesen wird, um Investitionsentscheidungen zu unterstützen. Eine Einbeziehung des Privatsektors sowie die Entwicklung einer Finanzierungsstrategie für den Zugang zu Klimafinanzierung sind ebenfalls entscheidend, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.
Die lokalen Führer betonen nochmals die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit mit nationalen Regierungen, um die Emissionsreduktionslücke zu schließen. Die 77 CHAMP-Nationen haben die Rolle der subnationalen Regierungen in diesem Prozess anerkannt und fordern eine Mobilisierung von 1,3 Billionen USD jährlich für Klimafinanzierung. Der COP-Prozess sollte die subnationale Teilnahme an der Umsetzung internationaler Klimaverpflichtungen stärken und die lokalen Führer sind bereit, mit globalen Führern zusammenzuarbeiten, um die notwendigen Klimaziele zu erreichen.
Für weitere Informationen zu den nationalen Anpassungsplänen und deren Bedeutung in der globalen Klimapolitik, besuchen Sie die Webseite der Internationalen Klimainitiative.